AKTUELLES

Wir sind Mitveranstalter bei den Kunst- und Kulturtagen im Westend!

Programm der Kunst- und Kulturtage im Westend
auch dieses Jahr beteiligen wir uns mit zahlreichen Veranstaltungen an den Kunst- und Kulturtagen und freuen uns auf Ihren Besuch!
Programmheft Kulturtage 2018.pdf
PDF-Dokument [7.9 MB]

Aktuelles Thema: AnkER-Zentren*

 

*AnkER: Ankunft, Entscheidung, kommunale Verteilung bzw. Rückführung

Nach den Plänen des Bundesinnenministeriums sollen im Spätsommer bis Herbst bis zu sechs Pilot-Zentren eröffnet werden. Geplant ist die Unterbringung von bis zu 1.500 Personen je Zentrum. Erwachsene alleinstehende Asylbewerber sollen bis zu 18, Familien bis zu sechs Monate in den Zentren bleiben, um sicherzustellen, dass beim Verlassen ihr Asylverfahren beendet ist. Seehofer erhofft sich auch eine Erhöhung der Abschiebezahlen durch die direkte Ausreise aus den Zentren

Redebeitrag von Bettina Mühlhofer anlässlich der Demo zu Ankerzentren von Seite an Seite e.V., Markt Schwaben, 11.06.2018 (es gilt das gesprochene Wort)

„2015 wurden etliche geflüchtete Menschen am Münchner Hauptbahnhof herzlich und jubelnd begrüßt; Deutschland staunte damals vor drei Jahren nicht schlecht über eine neu entdeckte Willkommenskultur.

Mit Stolz und Anerkennung wurde über diese Willkommenskultur in den Medien berichtet. Leute aus ganz Deutschland riefen bei uns und anderen Institutionen an und fragten: „Wie habt ihr das gemacht? Wir wollen das bei uns auch auf die Beine stellen!“

Und tatsächlich beteiligen sich viele seither mit unermüdlichem Einsatz, mit Herz und Verstand für Geflüchtete, im Namen dieser großartigen Willkommenskultur!

Mein Name ist Bettina Mühlhofer und ich arbeite seit über 20 Jahren für Interkulturelle Bildung, Begegnung und Seelsorge im Evang. Migrationszentrum München. Mein Arbeitgeber ist die Evangelische Kirche und so kann ich mir, ich würde heute fast sagen, den Luxus erlauben, jeden Menschen, der zu mir kommt in seiner Besonderheit, mit seiner Not, mit seiner individuellen Geschichte, kennenzulernen und anzuhören. Einmal sagte ein Klient mit chinesischen Wurzeln zu mir: „Sie sind der erste Mensch hier, der mich ernst genommen und mit Respekt behandelt hat!“ Das hat mich einerseits gefreut, gleichzeitig jedoch schockiert! Was hat dieser Mensch schon alles über sich ergehen lassen müssen?

Besonders Kinder und Jugendliche leiden dauerhaft darunter, wenn sie in aller Öffentlichkeit diffamiert und bloßgestellt werden; keiner von uns hier würde dies absichtlich herbeiführen wollen, da bin ich mir sicher. Dennoch geschieht es! Tagtäglich!

Kürzlich erzählte mir eine Mutter, dass ihre 9jährigeTochter von Mitschülern zu hören bekommt: „Ihr seid doch auch solche Flüchtlinge! Ist dein Vater auch ein Terrorist?“

Kinder geben recht ungefiltert wider, was gesellschaftlich vor allem in der yellow press thematisiert wird. So entlarven sie die populistischen Tendenzen aus den öffentlichen Debatten zu Flucht und Asyl.

Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, der aktuelle Tenor zu Flucht und Migration beflügelt demokratiefeindliche Tendenzen.

Einige der Wahlkampfdebatten, gerade auch die aktuelle über die Einrichtung der AnkER-Zentren, gießen Öl ins Feuer der Zündler.

Abschottung und Abgrenzung, Kontrolle und Kasernierung, sind die Begriffe die momentan im Zusammenhang mit geflüchteten Menschen verstärkt in unsere Köpfe wandern.

Die Forderung nach Effizienz blendet völlig aus, dass es doch um Menschenleben geht! Und um die Zukunftsgestaltung in einem Land, das wirtschaftlich von der Globalisierung profitiert, das ganz vorne mitmischt!

Ich appelliere an die Verantwortlichen in der Politik: Verzichten Sie darauf, auf dem Rücken von Schutzbedürftigen Themen für den Wahlkampf zu bedienen! Populismus ist kein geeigneter Ersatz für demokratische Meinungsbildung!

Ich wünsche mir, dass der Schutz des Lebens von Frauen und Männern und ganz besonders die Schutzbedürftigkeit von Kindern und Jugendlichen stattdessen im Vordergrund steht.

Im Sinne der Menschlichkeit und der christlichen Nächstenliebe wünsche ich mir, dass wir die Not der Schutzsuchenden thematisieren. Nicht als Wahlkampfthema, sondern als gesellschaftspolitische Herausforderung.

Unsere Verantwortung als eines der reichsten Länder der Erde muss auch hier verpflichten!

Keinem nutzt auf lange Sicht eine Abschottungskultur, nein, sie erreicht das genaue Gegenteil!

Es lebe die Willkommenskultur!

Vielen Dank!“

 

„… und ihr habt mich aufgenommen.“

Zehn Überzeugungen zu Flucht und Integration aus evangelischer Sicht

 
 

 

Cover … und ihr habt mich aufgenommen.

Lesen Sie auch die gemeinsame Stellungnahme zu Ankerzentren von Diakonie und Caritas!

AKTUELL: Der Spendentransport ist unterwegs!

Sammelaktion / Spenden


für Flüchtlinge / humanitäre Hilfe in Griechenland

 


Lesvos – Ioannina
                                                                           München, 13. Januar 2018


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde!


Die Bilder, die uns aus Griechenland erreichen, sind nach wie vor dramatisch. In Europa nimmt der Diskurs über Flüchtlinge eine unangenehme Richtung. Wir stellen fest, dass wir im Geist der Humanität und des Friedens, der Gerechtigkeit und der Solidarität, im Geiste der christlichen Nächstenliebe handeln und den Menschen auf der Flucht und in der Not helfen müssen. Aus diesem Grunde haben wir beschlossen unsere Hilfsaktionen fortzusetzen und Projekte vor Ort auch in diesem Jahr zu unterstützen. Trotz aller Probleme verhält sich die griechische Bevölkerung beim Empfang der Flüchtlinge großartig und trägt zur „Rettung der Ehre Europas“, wie Papst Franziskus bei seinem Besuch auf Lesvos sagte, bei!
Wir sehen die Bilder in den Medien, im Fernsehen, in den Zeitungen. Wir hören, wie Politiker diskutieren über Zäune, Zentren, Begrenzungen. Wir versuchen mitzudenken und wir erstarren angesichts der Probleme, für deren Lösung wir selbst gar keine Kompetenzen haben. Aber Verantwortung läßt sich nicht abschieben! Meine, deine, unsere Verantwortung ist gefragt, als Menschen. Jeder kann konkrete Hilfe leisten!
Im letzten Jahr sind wir, dank Ihrer Hilfe, liebe und geehrte Spenderinnen und Spender, in Griechenland tätig gewesen: im Mai und Juni haben wir mit den gesammelten Geldern das Gesundheitszentrum in Xarakas (Bezirk Heraklion) mit einem Transport von Hygiene-Artikeln und Medikamenten und im Juni und September die Unterkunft Aghia Eleni in Ioannina mit dem Kauf vom Kinderwägen und spezieller Kindernahrung unterstützt. Im Mai haben wir Frau Kyriakakou in München zu einem Vortrag zu Besuch gehabt und sie schilderte uns die Situation und die Probleme vor Ort. Es gibt immer viel zu tun!
Unsere Bitte, uns weiterhin zu unterstützen, ist verbunden mit dem herzlichen Dank für alles, was Sie bisher möglich gemacht haben! Bitte unterstützen Sie uns weiter!


Es werden dringend benötigt: Hygieneartikel für Frauen und

 

für Kinder (Feuchttücher, Cremes, Nahrungsmittel für Babys,

 

Zahnpasta und Zahnbürsten, Seifen, Shampoos,

 

Desinfektionsmittel für Hände und Haut) –

 

solche Artikel sind in Griechenland sehr teuer!


Wir, die Griechisch-Orthodoxe Allerheiligengemeinde, die Koordinationsstelle Flüchtlingsarbeit im Dekanat, das Sozialforum München und das Evangelische Migrationszentrum im Griechischen Haus starten erneut eine Sammelaktion mit oben erwähnten Artikeln.


Bitte bringen Sie Ihre Sachspenden zum „Café Philóxenos“ – Bergmannsstraße 46, 80339 München,
Di. – Fr. von 16:00 bis 21:00
oder
zur Griechisch-Orthodoxen Allerheiligengemeinde
Ungererstr. 131, 80805 München,
Sonntags nach dem Gottesdienst und unter der Woche während der Bürozeiten: Mo/ Di/ Do 16:30 – 18:30


Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen. Zu diesem Zweck ist
in der Evangelischen Bank folgendes Konto errichtet.
Dekanat München / Fluechtlingshilfe Lesbos -
IBAN: DE45 5206 0410 0001 4018 15 –
BIC: GENODEF1EK1 - Evangelische Bank


Zwecks einer Spendenquittung vergessen Sie bitte nicht, uns Ihre Adresse bekannt zu geben.


Für alles bisher und für alles in der Zukunft:


Herzlichen Dank!
Σας ευχαριστούμε!


ViSdP: Constantinos Gianacacos,
Evangelisches Migrationszentrum im Griechischen Haus, Bergmannstr. 46, 80339 München
costas.gianacacos@evangelisches-migrationszentrum.de

 

Wir unterstützen die Organisation "Lesvos Solidariy":

 

Safe Passage Bags 

 

ist ein Upcycling-Projekt, in dem auf der griechischen Insel Lesbos von Flüchtlingen aus, am Strand zurückgelassenen Schwimmwesten, Taschen gefertigt werden.

 

Erhältlich sind die tollen Taschen im Café Philoxenos und bestellbar bei verschiedenen Veranstaltungen, wie etwa unserem Neujahrsfest.

Wer wir sind

Der Schutz der Fremden ist bereits ein Gebot des Alten Testaments. Es ist also kein Zufall, dass sich die Evangelische Kirche ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern zuwendet, seien es Gastarbeiter, Asylsuchende, Bürgerkriegsflüchtlinge oder andere Migranten. Die Sorgen und Nöte dieser Menschen, unabhängig von ihrem Bekenntnis oder ihrer Nationalität, stehen im Mittelpunkt des Evangelischen Migrationszentrums.

 

Die Basis unserer Arbeit ist dabei der Geist der Ökumene, des interkulturellen Dialogs und der christlichen Gastfreundschaft.

 

In den Räumen des Migrationszentrums finden Sie:

  • das Griechische Haus Westend — "Elliniko Spiti"
  • die Evangelische Ausländerarbeit
  • die Koordinationsstelle Flüchtlingsarbeit
  • die Stiftung "Wings of Hope"
  • das "Café Philóxenos"
  • das "Zentrum für kindliche Mehrsprachigkeit" mit den KIKUS-Kindersprachkursen

 

Nachrichten aus Griechenland und Informationen für alle Interessierten

und in München lebende GriechInnen

jeden 2. Dienstag im Monat aus unserem Haus:
Radio Lora 92,4    21-22 Uhr



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