Koordinationsstelle Flüchtlingsarbeit im Evang.-Luth. Dekanatsbezirk

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Alle zwei Wochen gibt es Impulse, Neuigkeiten und Nachrichten aus der Arbeit mit Geflüchteten im Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirk München (und darüber hinaus). Wenn Sie möchten, direkt in Ihr Postfach! Gern können Sie eigene Anliegen über den Newsletter verbreiten lassen. Schreiben Sie mir eine Mail oder rufen Sie mich an!

Aktueller Newsletter Nr 111 - Land der Kulturen - 7.10.2021
111 - Land der Kulturen - 7.10.2021.pdf
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Newsletter Nr 110 - Hannan schwimmt - 22.9.2021
110 - Hannan schwimmt - 22.9.2021.pdf
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Newsletter Nr 109 - Tag der Heimat - 9.9.2021
109 - Tag der Heimat - 9.9.2021.pdf
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Was die Flüchtlingsarbeit jetzt braucht...

 

 

 

 

Seit Mai 2016 gibt es die Koordinationsstelle Flüchtlingsarbeit im Evang.-Luth. Dekanat München. Ende diesen Jahres endet das Projekt. In einem Gastbeitrag für das Evangelische Sonntagsblatt ziehe ich Bilanz.

Nachrichten

Asylverfahren in Ankerzentren nicht wesentlich schneller

Seit drei Jahren sind sie in Betrieb, die bayerischen Sonderlager mit Namen "AnkERzentrum". Hier sollten ANKunft, Entscheidung und Rückführung schnell und aus einer Hand geschehen. So die Idee. Seit Februar ist jedoch klar: Ganze 5 Tage werden Asylerstanträge in Ankerzentren schneller bearbeitet. 9 Tage sind es bei Folgeanträgen. Rechtfertigt diese geringe Zeitersparnis die Abschottung und Entmündigung Schutzsuchender in Bayern? Teilweise über Jahre?

 

Flüchtlingsorganisationen sagen NEIN! Nun fordern der Bayerische Flüchtlingsrat und viele andere Organisationen eine sofortige Schließung dieser Sammellager! Das Ziel wird nicht erreicht und die Praxis zermürbt Menschen!

Genfer Flüchtlingskonvention verteidigen!

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat zum 70. Jahrestag der Genfer Flüchtlingskonvention zur Verteidigung des Abkommens aufgerufen. "Die Genfer Flüchtlingskonvention ist das wichtigste internationale Dokument für den Flüchtlingsschutz und bis heute unverzichtbar", sagte der bayerische Landesbischof. Umso dringlicher sei es, die Genfer Flüchtlingskonvention "auch selbst zu schützen".

ELKB-Beauftragter Thomas Schmitt verteidigt Kirchenasyl: "Kirchen beanspruchen kein Sonderrecht"

Kirchenasyl für abgelehnte Asylbewerber führt für die Betroffenen nur selten zu einem Bleiberecht in Deutschland. Der Beauftrage für Kirchenasyl der bayerischen Landeskirche, Diakon Thomas Schmitt, erklärt im Sonntagsblatt-Interview, warum das Kirchenasyl aus seiner Sicht dennoch wichtig und richtig ist – und welche Kriterien dafür gelten.

ProAsyl: Fehlender Flüchtlingsschutz in Griechenland wird drastische Konsequenzen haben!

Griechenland hat die Türkei zum sicheren Drittstaat für Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, Pakistan, Bangladesch und Somalia eingestuft. Diese Einstufung hat große politische Bedeutung und ist Teil der Abschottungslogik des EU-Türkei-Deals. Da 2020 zwei Drittel der Schutzsuchenden aus einem dieser Länder stammte, gefährdet diese Entscheidung Tausende Menschen: diese werden in der hoffnungslosen Warteschleife zwischen Inseln und Festland, in Haft, ohne Zugang zu Arbeit, Unterbringung und staatlicher Unterstützung leben müssen.

Veranstaltungen und mehr

Projekte

Pass auf, was du unterschreibst

 

Eine leichtfertig gesetzte Unterschrift, weil ein Vertrag nicht ganz verstanden wurde, kann fatale Folgen haben! Vor allem Menschen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte trifft es besonders häufig.

 

Im Pass-auf-Projekt werden Geflüchtete und Migranten in ihrer Herkunftssprache durch speziell geschulte Ehrenamtliche über grundlegende Themen der Verbraucherbildung informiert. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zu Selbständigkeit und Teilhabe!

Das "Wichernprojekt" im Evang. Handwerkerverein

 

 

 

Eine Wohnung in München finden: Kritisch! Bezahlbaren Wohnraum für Azubis mit Fluchtgeschichte finden: eine echte Herausforderung!

Der Evangelische Handwerkerverwein von 1848 e.V. hält in seinem Wichernhaus 5 Zimmer speziell für junge Azubis mit Fluchtgeschichte bereit. Zentral, bezahlbar und teilbetreut. Interesse?

Dann bitte eine Anfrage per Mail stellen an: handwerkspaten@web.de; möglichst bereits mit dem ausgefüllten Erfassungsbogen für Mietinteressent*innen!

Erfassungsbogen für Mietinteressent*innen
Erfassungsbogen_Mietinteressent.pdf
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Beratung und Unterstützung

Leute

Bildungsinformation for Refugees

Denis Kiwanuka (M.Educ.) hilft Euch, falls Ihr in Deutschland studien wollt. Denis hat seinen Master of Education an der TUM München gemacht und promoviert derzeit in Political Science an der Hochschule für Politik in München. Er kennt sich bestens aus im Dschungel der Bürokratie, den man bewältigen muss, um sich an einer Uni oder Hochschule zu bewerben.
 
Kontaktiert Denis bei Fragen zu:
- Welche Kurse an welchen Unis sind für mich geeignet?
- Wie beginne ich den Bewerbungsprozess?
- Was brauche ich für eine Bewerbung?
 
Kontaktdaten:
e-mail kiwanuka@t-online.de

Kirchenasylberatung

Was ist eigentlich ein Kirchenasyl? Personen, die sich im Kirchenasyl befinden, gelten nicht als »flüchtig«, wenn den zuständigen Behörden mitgeteilt wurde, wo sie sich aufhalten (»offenes Kirchenasyl«). Das Instrument des Kirchenasyls wird hauptsächlich in Dublin-Fällen eingesetzt. Dabei werden Schutzsuchende für einen befristeten Zeitraum in kirchliche Räume aufgenommen, um in Härtefällen eine Überprüfung der Dublin-Entscheidung zu erreichen. Zu diesem Zweck können Kirchengemeinden über eine Ansprechperson ihrer Landes- oder Freikirche bzw. ihres Bistums Härtefalldossiers beim BAMF einreichen.

Diakon Thomas Schmitt steht Euch in allen Belangen des Kirchenasyls beratend zur Seite, unterstützt Euch bei den damit verbundenen anspruchsvollen Entscheidungsprozessen und sucht gegebenenfalls gemeinsam mit Euch nach alternativen Lösungswegen für Menschen in Not. Zugleich ist er landeskirchlicher Ansprechpartner für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bei Härtefallprüfung von sogenannten „Dublin-Fällen“ (Dossierverfahren). Die Vernetzung zu anderen kirchlichen und nichtkirchlichen Organisationen, die sich mit Kirchenasyl befassen, gehört ebenso zu seinen Aufgaben.
 
 
Kontaktdaten:
Diakon Thomas Schmitt
Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern, Landeskirchenamt,
Katharina-von-Bora-Str. 7-13
80333 München
Fon 089 55 95 - 687
Fax 089 55 95 - 8687
mobil 0162 8409375
e-Mail: thomas.schmitt1@elkb.de
Eine Checkliste, die im Zweifelsfall herausfinden hilft, ob sich ein Kirchenasyl eignet, finden Sie hier
Checkliste Kirchenasyl.pdf
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Beratung für Gemeinden, die mit getauften Geflüchteten arbeiten

Gholamreza Sadeghinejad, genannt Reza, ist Ansprechpartner bei der Projektstelle "Geistliche Beheimatung getaufter Geflüchteter". Er ist selbst gebürtiger Iraner und berät Euch in allen Fragen, die bei der Arbeit mit getauften Geflüchteten aus dem Iran entstehen: Er unterstützt Gemeinden bei Kursen zur Vorbereitung auf die Taufe, bei Glaubenskursen, Bibelstunden für Perser oder auch bei persisch-sprachigen Gottesdiensten. Derzeit bietet Reza  zusammen mit dem Amt für Gemeindedienst einen Theologie-Kurs für Iraner an. Die Kursteilnehmer sollen danach auch als Multiplikatoren und Ansprechpartner für getaufte Iraner in Bayern arbeiten.

 

Kontaktdaten

Gholamreza Sadeghinejad

Theologisch-pädagogischer Referent

Projektstelle der Evang.-Luth. Kirche in Bayern für die interkulturelle Arbeit mit geflüchteten Christen

Hummelsteiner Weg 100

90459 Nürnberg

 

e-Mail: gholamreza.sadeghinejad@elkb.de

Maike Telkamp

 

Als Koordinatorin für die Flüchtlingsarbeit vernetze ich die vielfältige Arbeit mit und für Geflüchtete. Dabei habe ich nicht nur die Evangelischen Gemeinden und Diensstellen im Blick, sondern auch viele andere und Einrichtungen und Vereine in München. Ob Sie eine Frage zu Hilfemöglichkeiten für Geflüchtete haben, zu Veranstaltungen und Fortbildungen für Ehrenamtliche oder sich allgemein mit dieser Thematik beschäftigen möchten - rufen Sie mich an! Ich berate und unterstütze Sie gern!


Dabei trete ich für die Interessen von Geflüchteten ein, weil ich glaube, dass Humanität, Menschenfreundlichkeit und Respekt - vor allem gegenüber den Schwächsten in einer Gesellschaft - in Einklang mit meinem Auftrag als Christin stehen.


Der Dialog mit anderen kirchlichen, kommunalen und bürgerschaftlich organisierten Stellen, die auf verschiedenste Art und Weise für und mit Geflüchteten arbeiten, ist mir sehr wichtig.

 

Sie sind in diesem Bereich aktiv? Melden Sie sich, ich vernetze mich gern mit Ihnen!


maike.telkamp@elkb.de

089-50 80 88-16

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